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Deutsche Bundesregierung will strengere Kontaktbeschränkungen

ARCHIV - Auf diesen Sitzen in Stuttgart kann keiner Platz nehmen. Foto: Marijan Murat/dpa

ARCHIV - Auf diesen Sitzen in Stuttgart kann keiner Platz nehmen. Foto: Marijan Murat/dpa

Im Kampf gegen die Corona-Krise schlägt die deutsche Bundesregierung eine weitere Verschärfung der Kontakt- und Quarantänebeschränkungen vor.

In einem der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Montag heisst es, Kinder und Jugendliche seien dazu anzuhalten, sich nur noch mit einem festen Freund in der Freizeit zu treffen. Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten sich generell nur noch auf einen festen weiteren Hausstand beschränken.

Treffen in der Öffentlichkeit sollen nach den Vorstellungen des Bundes künftig nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet sein. Auf private Feiern solle zunächst bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden. Seit dem 2. November gilt, dass sich nur Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstands in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen, maximal jedoch 10 Personen.

Künftig solle man sich zudem bei jedem Erkältungssymptom, insbesondere Husten und Schnupfen, unmittelbar nach Hause in Quarantäne begeben. An den Schulen soll das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Schüler aller Jahrgänge und für Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts vorgeschrieben werden.

Besonders gefährdete Personen wie Alte und Kranke sollen nach dem Willen des Bundes zum Schutz vor dem Coronavirus von Dezember an vergünstigte FFP2-Masken erhalten. Um das Risiko einer Infektion zu reduzieren, werde der Bund für diese Bevölkerungsgruppe die Abgabe von jeweils 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung ermöglichen, heisst es in der Beschlussvorlage. Rechnerisch ergebe das eine Maske pro Winterwoche. Die Kosten übernehme der Bund.

Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten sich am Montag, zwei Wochen nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns für den Monat November. Merkel hatte die Bürgerinnen und Bürger schon am Samstag auf weitere schwierige Monate eingestimmt.

Innerhalb eines Tages hatten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland 16 947 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 7 Tagen pro 100 000 Einwohner lag am Freitag bei 140,4.

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