Atomenergie

Der umstrittene Transport von Atommüll nach Deutschland beginnt

Ein so genannter Castor-Behälter mit Atommüll verlässt die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague (Archiv)

Ein so genannter Castor-Behälter mit Atommüll verlässt die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague (Archiv)

Im nordfranzösischen La Hague sind nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace die ersten Castorbehälter von der Wiederaufarbeitungsanlage zum Verladebahnhof gebracht worden. Dort werden sie auf einen Zug geladen, der die Behälter nach Deutschland, ins Zwischenlager bei Gorleben bringen wird.

Die ersten drei Behälter mit hochradioaktivem Atommüll hätten in der Nacht zu Mittwoch La Hague verlassen, teilte Greenpeace unter Berufung auf seinen Atomexperten Yannick Rousselet aus Frankreich mit.

Demnach wurden die Behälter in drei Speziallastwagen zum Verladebahnhof des Atomkonzerns Areva in Valogne transportiert. Dort sollten die Castorbehälter auf Bahnwaggons verladen werden.

Für Mittwoch werde ein weiterer Strassentransport mit zwei Behältern von La Hague nach Valogne erwartet, erklärte Greenpeace weiter. Bis zur Abfahrt werde in Valogne nach und nach der Zug mit den elf Castorbehältern für den Transport nach Gorleben zusammengestellt.

Gegen die Castor-Transporte protestierten erst vor wenigen Tagen tausende Menschen in ganz Deutschland.

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