Rund 20 Musiker begrüssen Papst Franziskus heute Mittwoch zu seinem fünftägigen Besuch in Kolumbien. Doch alles spricht nur über Maria Valentina. Die 28-Jährige Nonne hat auch den coolsten Part in der Papst-Hymne inne: das Rap-Intermezzo.

Es ist auch die Geschichte der jungen Frau, die heraussticht. Mit 17 Jahren wurde sie von einer schweren Lebererkrankung geheilt – diese angeblich unerwartete Heilung schrieb sie Gott zu und trat deshalb in den Orden ein.

«Demos El Primer Paso» (Machen wir den ersten Schritt): Die Papst-Hymne im offiziellen Video.

«Demos El Primer Paso» (Machen wir den ersten Schritt): Die Papst-Hymne im offiziellen Video.

Von der Rock- zur Nonnenband

Vor ihrem Leben als Nonne hat Maria Valentina Gitarre in einer Rockband gespielt. Heute singt und musiziert sie immer noch – zusammen mit ihren Mit-Schwestern tritt sie als Comunicadoras Eucarísticas vor allem in den sozialen Medien auf.

Musikalische Nonnen: Die Comunicadoras Eucarísticas mit «Yo Le Canto»

Musikalische Nonnen: Die Comunicadoras Eucarísticas mit «Yo Le Canto»

Zu ihrem Auftritt während des Papst-Empfangs kam die Nonne ebenfalls auf höchst moderne Art und Weise: Sie gewann einen TV-Gesangswettbewerb.

«Rap geht einem nicht aus dem Kopf. Und wenn er von der tiefen Wahrheit handelt, der Menschwerdung Christi, ist er noch frappierender», zitiert das katholische Nachrichtenportal kath.net die Ordensfrau.

Aussöhnung im Mittelpunkt

Papst Franziskus will das südamerikanische Land von Mittwoch bis Sonntag besuchen. Die kolumbianische Regierung und die letzte aktive Rebellengruppe des Landes, ELN, haben sich kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus auf eine Waffenruhe geeinigt.

Die ELN kämpft seit 1964 gegen die Regierung in Bogotá. Ursprünglich war sie von der kubanischen Revolution inspiriert und setzte sich für Bauernrechte ein. Der Prozess der Aussöhnung soll im Mittelpunkt des Pabstbesuchs stehen. (smo/sda)