Jährlich besuchen rund 3 Millionen Touristen das amerikanische Naturwunder mit seinen Geysiren, heissen Quellen und wild lebenden Tieren. Während der Hauptsaison sind rund 4500 Arbeiter im Park beschäftigt.

Das war nicht immer so. Das Gebiet war bis Mitte des 19. Jahrhunderts nahezu unbekannt. Nur vereinzelt wagten sich Fallensteller und Goldsucher in die unwegsame Gegend am Yellowstone River, wo sie allenfalls auf jagende Ureinwohner stiessen.

Wild-West-Show und Jagd

Erst nach dem amerikanischen Bürgerkrieg stieg das Interesse aufgrund einiger Forschungsexpeditionen. Die Regierung in Washington war von den Berichten und Bildern der Pioniere dermassen begeistert, dass sie 1872 ein Gesetz zum Schutz der Region erliess. Das Gesetz wurde am 1. März 1872 von Präsident Ulysses S. Grant unterzeichnet.

Zu Beginn stand allerdings nicht der Naturschutz-Gedanke im Vordergrund. Yellowstone wurde als «Vergnügungspark» für die Öffentlichkeit angesehen und als Wild-West-Show vermarktet. Viele reisten eigens zum Jagdvergnügen an.

Unter Armee-Kontrolle

Um der Zerstörung und Wilderei Einhalt zu gebieten wurde die Verantwortung für den Park zwischenzeitlich sogar der US-Armee übergeben. Erst 1894 wurde mit dem National Park Protection Act die Grundlage für den Schutz geschaffen.

1976 erhielt der Yellowstone Nationalpark von der Unesco den Status eines Internationalen Biosphären-Reservats und zählt zum Weltnaturerbe.