USA

«Den Präsidenten abzulehnen, ist Gott abzulehnen»: Trumps spirituelle Beraterin arbeitet jetzt im Weissen Haus

Paula White hat gut lachen: Sie arbeitet jetzt offiziell für den Staat.

Paula White hat gut lachen: Sie arbeitet jetzt offiziell für den Staat.

Fernsehpredigerin Paula White zieht ins Weisse Haus. Seit mehr als 15 Jahren ist die Millionärin US-Präsident Donald Trumps persönliche Beraterin.

Sie stammt aus Mississippi und ist des Präsidenten persönliche Pastorin und spirituelle Beraterin – und seit Montag offizielle Angestellte im Weissen Haus. Multimillionärin Paula Michelle White wurde von Donald Trump eingestellt, um im Büro für Öffentlichkeitsarbeit die spirituelle Aufsicht zu übernehmen.

Paula White ist Wohlstandsevangelikale: Sie gibt vor zu glauben, finanzieller Reichtum sei ein direktes Geschenk Gottes. Wer reich ist, ist gesegnet. Wer noch reicher ist, ist noch gesegneter. White selbst ist selbstverständlich wahnsinnig reich. Zu ihren Besitztümern gehören unter anderem eine 3,5-Millionen-Dollar-Luxuswohnung in Trumps 502-Park-Avenue-Wolkenkratzer. «Donald Trumps ökonomischer Erfolg ist der beste Beweis dafür, dass Gott ihn segnet», liess sie verlauten. Auch bei dessen Amtseinführung durfte sie sprechen. Bekanntlich vor einem Rekordpublikum.

Whites Glaubensinterpretation hat in den USA grossen Erfolg. Und den will sich Donald Trump zunutze machen. Seine Absichten sind eindeutig: Mit Paula White will der Präsident bei den Evangelikalen punkten – es geht um Wählerstimmen.

Bild vom August 2018: White im Weissen Haus anlässlich eines Abendessens mit den evangelikalen Anführern.

Bild vom August 2018: White im Weissen Haus anlässlich eines Abendessens mit den evangelikalen Anführern.

White und Trump kennen sich seit vielen Jahren. Seit rund 15 Jahren agiert sie als seine spirituelle Beraterin. Offenbar betet sie auch vor grossen Ereignissen für Trump.

In den USA (aber auch hierzulande auf God TV und CNBC Europe) flimmert Paula White öfter mal über den Bildschirm. «Now This» hat die «besten» Szenen ihrer TV-Auftritte zusammengeschnitten. Jedem Normalsterblichen bleibt dabei die Spucke weg. Scharlatanerie war nie offensichtlicher. 2007 untersuchte der US-Senat ihr intransparentes Geschäftsgebaren. Eine Straftat konnte White aber nicht nachgewiesen werden.

Für User mit eingeschränkten Englischkenntnissen haben wir die grotesken Aussagen weiter unten übersetzt.

Und Präsident Trump über Paula White:

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