Seit Mitternacht auf Samstag gilt in den USA eine Haushaltssperre, die einen weitgehend Stillstand der Bundesbehörden mit sich bringt. In der Sitzung soll es um eine Überbrückungsfinanzierung bis zum 8. Februar gehen.

Das Repräsentantenhaus hatte am Donnerstag für eine Übergangslösung bis zum 16. Februar gestimmt, aber der Senat lehnte den Kompromiss in der Nacht zum Samstag ab. Die Republikaner verfügen dort nur über eine knappe Mehrheit von 51 der 100 Sitze und kamen bei der Abstimmung lediglich auf 50 Stimmen. Nötig für die Annahme des Übergangshaushalts sind 60 Stimmen.

Der aktuelle Haushaltsstreit dreht sich unter anderem um die Höhe der Militärausgaben. Zudem spielen Einwanderungsthemen eine zentrale Rolle. Die Demokraten wollen keinem Haushaltskompromiss zustimmen, ohne dass es Zusagen zum Schutz der so genannten Dreamer gibt - rund 700'000 Einwanderern, die als Kinder illegal ins Land kamen.

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Republikaner und Demokraten gaben sich am Samstag gegenseitig die Schuld am Scheitern des Kompromisses. Trump warf den Demokraten auf Twitter zudem vor, sie hätten ihm ein "Geschenk" zu seinem einjährigen Amtsjubiläum machen wollen.

Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, warf Trump einen schwankenden Kurs vor. Der Präsident habe am Freitag sogar ein Kompromissangebot der Demokraten abgelehnt, das die Möglichkeit des Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko beinhaltete - eines von Trumps zentralen Wahlkampfversprechen.

Trump sagte wegen des Haushaltsstreits eine Reise in sein Resort Mar-a-Lago ab, wo er am Samstag sein Amtsjubiläum hatte feiern wollen. Ein Vertreter des Weissen Hauses, Mick Mulvaney, sagte, die Reise nach Florida sei für dieses Wochenende definitiv gestrichen.