Österreich

Demonstration in Wien nach einem Jahr ÖVP-FPÖ-Regierung

17'000 Menschen demonstrierten am Samstag in Wien gegen die Regierungspolitik von ÖVP und FPÖ unter Kanzler Sebastian Kurz.

17'000 Menschen demonstrierten am Samstag in Wien gegen die Regierungspolitik von ÖVP und FPÖ unter Kanzler Sebastian Kurz.

Mehrere Tausend Demonstranten sind am Samstagnachmittag anlässlich des 1. Jahrestages der ÖVP-FPÖ-Regierung in Wien zusammengekommen, um gegen deren Politik zu demonstrieren. Der Zug von «Bündnis heisser Herbst» führte zum Schluss auf den Heldenplatz vor der Hofburg.

Zur Demonstration gegen "Rechtsruck, Rassismus und Sozialabbau" hatten linke und gewerkschaftliche Organisationen - unterstützt von SPÖ und Grünen - aufgerufen. Nach vorläufiger Einschätzung der Polizei nahmen rund 17'000 Menschen an der Kundgebung teil. Laut einer Mitteilung erstreckte sich der Demonstrationszug über rund 1,5 Kilometer.

"Der Rechtsruck ist eine Gefahr für uns alle", hiess es seitens des Bündnisses. Die Demonstration startete um 14 Uhr in der Mariahilfer Strasse beim Westbahnhof. Dort versammelten sich Teilnehmer mit Transparenten und Schildern, auf denen mit Parolen wie "Mindest-sichern, statt arm machen" gegen ein österreichisches Hartz IV oder mit den Worten "Anti-Basti, Anti-Strache, Anti-Kickl" gegen Vertreter der Regierung protestiert wurde.

Auch die inzwischen zu einiger Berühmtheit gelangten "Omas gegen Rechts" schlossen sich an, nicht weit entfernt von einer Gruppe, die unter der Botschaft "Eure Politik stinkt mehr als alte Socken" mit abgetragenen Socken gegen die Regierung Front machte.

In der Menschenmenge war auch die eine oder andere getragene Gelbweste zu sehen, in Anlehnung an die Proteste in Frankreich. Anders als in Paris blieb in Wien am Nachmittag aber alles friedlich und ruhig.

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