Das Katastrophenjahr 2010 begann mit einem Erdbeben, das am 12. Januar grosse Teile Haitis, inklusive der Hauptstadt Port-au-Prince, in Schutt und Asche legte. Gemessen an der Zahl der Todesopfer gehörte das Beben zum schwersten in der gesamten Geschichte Nord- und Südamerikas. Schätzungen gehen von 250000 bis 300000 Toten aus. Doch mit dem Erdbeben nicht genug: Die Cholera foderte weitere Opfer.

Auch Chile wurde von schweren Erdstössen erschüttert. Hunderttausende Häuser in der Region Maule wurden dabei beschädigt, nicht zuletzt wegen der fehlenden erdbebensicheren Bauweise. Glücklicherweise forderte das Beben aber keine Menschenleben.

Wasser flutet

Nicht Erde sondern Wasser machte Pakistan im August zu schaffen. Dörfer waren abgeschnitten oder gar geflutet, Häuser und Felder zerstört. Über 1100 Menschen starben in den Fluten.

Auch in Kolumbien wirkte die Kraft des Wassers: Die schwersten Regenzeiten seit 40 Jahren liessen im Dezember Hänge rutschen und Flüsse anschwellen. Mindestens 310 Menschen starben, tausende verloren ihr Obdach.

Feuer wütet

Ohnmächtig stand Israel Anfang Dezember einem Waldbrand gegenüber. Beim Brand im Karmel-Gebirge starben 42 Menschen. Auch russische Wälder gingen in Flammen auf.

Luftmassen zerstören

Der Orkan Xynthia stürmte vom 26. bis 28 Februar über die Kanarischen Inseln, Portugal, Spanien, Frankreich und Teile Mitteleuropas hinweg. Insgesamt forderte das Tief Xynthia 60 Menschenleben.

Grossräumige Auswirkungen hatte 2010 der Eyjafjallajökull. Am 20. März begann der Vulkan Asche auszuspucken, und legte damit den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mittelamerikas lahm.

Eine Katastrophen freie Zeit steht auch so kurz nach den Festtagen nicht an: Grosse Gebiete in Australien sind seit Ende 2010 von Wassermassen überflutet. Die Überschwemmungen gelten als die schlimmsten seit 50 Jahren und haben bisher rund die Hälfte der Weizenernte vernichtet. Eine Erholung ist noch nicht absehbar.