Plagiate

Das sind die berühmtesten Plagiate

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg galt als politischer Überflieger - nun droht er über die Plagiatsaffäre zu stolpern. Doch der CSU-Politiker ist längst nicht die einzige bekannte Person, der vorgworfen wird, abgekupfert zu haben.

• «Albert Einstein – Plagiator des Jahrhunderts», so titelte Richard Moody im «Nexus-Magazin» (Dez. 2003/Jan. 2004). Der Autor spielt auf den Titel des «Time»-Magazins an, das Einstein als «Man of the Century» ehrte. Moody wirft Einstein vor, in seinem berühmten Artikel «Zur Elektrodynamik bewegter Körper» von 1905, gemeinhin als Geburt der speziellen Relativitätstheorie gefeiert, seine Vordenker mit keinem Wort erwähnt zu haben. Dabei hätten besonders Jules Henri Poincaré (1854–1912) und andere die Kerngedanken der Arbeit schon vor ihm gehabt. Auch die berühmte Formel E=mc2 stamme nicht von ihm.

• «Yesterday» ist bis heute das meistgecoverte Lied der Musikgeschichte. Komponist Paul McCartney aber zweifelte lange, ob der Ohrwurm wirklich seiner eigenen Fantasie entsprungen und nicht von irgendwoher aufgeschnappt worden sei. Beatles-Kollege George Harrison musste in einen Vergleich einwilligen («unbeabsichtigtes Zitat»): Sein Hit «My Sweet Lord» und «He’s so Fine» von den Chiffons waren zu ähnlich.

• «Wäre doch schade gewesen um die schöne Melodie», pflegte Georg Friedrich Händel(1685–1759) zu sagen, wenn ihm vorgehalten wurde, er hätte von anderen Komponisten geklaut. Man nahm es damals auch noch so genau mit dem Copyright oder war gar stolz darauf, plagiiert zu werden. Wenn man sich selbst plagiierte, nannte man das «Parodie».

•«Tannöd» sei nicht Hinterkaifeck, befand das Gericht. Die Sachbücher des Journalisten Peter Leuschner habe die Autorin Andrea Maria Schenkel zwar gelesen, aber abgeschrieben sei der Krimi nicht.

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