Bahtiyar Duysak

Das ist der Mann, der Trumps Twitter-Konto abgestellt hat

Der Deutsche Bahtiyar Duysak deaktivierte Trumps Twitter-Konto.

Der Deutsche Bahtiyar Duysak deaktivierte Trumps Twitter-Konto.

Der Deutsche Bahtiyar Duysak hat Anfang November den Twitter-Account von Trump Minuten deaktiviert. Jetzt äussert er sich erstmals in einem Interview.

Ganze 11 Minuten war der Twitter-Account von US-Donald Trump am 2. August offline, weil ihm ein Twitter-Angesteller den Stecker gezogen hatte. Das Internet feierte den damals noch unbekannten Mitarbeiter als Helden, der den Nobelpreis verdient habe. 

Jetzt ist bekannt, wer dem US-Präsidenten seinen Twitter-Account deaktiviert hatte. In einem Interview mit TechCrunchoutet sich Bahtiyar Duysak, ein Deutscher mit türkischen Wurzeln, als Trump-Blocker.

Bahtiyar Duysak hat Anfang November den Twitter-Account von Trump Minuten deaktiviert

Bahtiyar Duysak hat Anfang November den Twitter-Account von Trump Minuten deaktiviert

Aber wie konnte Duysak dem mächtigsten Mann der Welt seine wichtigste Kommunikations-Waffe deaktivieren?

Der Deutsche jobbte an seinem letzten Arbeitstag, etwas müde von den vielen Parties, in der Twitter-Zentrale in San Francisco wie gewöhnlich im Kundensupport. Dann meldete ihm ein Nutzer kurz vor Schichtende einen Trump-Tweet. Der User hatte den Tweet als beleidigend empfunden.

Darauf drückte Duysack auf die Deaktivier-Funktion. Und schwupp, Trump konnte zumindest kurzzeitig keine Meldungen mehr an seine über 40 Millionen Follower schicken. 

Duysack packte seine Siebensachen und machte sich auf den Weg nach Hause. Erst aus den Nachrichten habe er dann erfahren, dass Trumps Twitter-Konto inzwischen blockiert worden war. 

«Ich habe nie gedacht, dass der Account dann tatsächlich abgestellt wird,» sagte der Mitzwanziger im Interview. Er fühlte sich nicht als Held, sondern bezeichnet seine Aktion als «Fehler». 

Er habe aber einfach seinen Job gemacht und keine Gesetze gebrochen. «Ich habe nichts Böses getan – nun fühle ich mich aber ein bisschen wie Pablo Escobar.»

Denn in den letzten Wochen hätten ihn Medien Tag für Tag verfolgt: «Das ist extrem mühsam».

Duysack ist inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt, wo auch das Interview aufgenommen wurde. Dort sucht er sich einen Job im Finanzbereich. Von Tech-Firmen hat er gerade genug. «Aber ich liebe Twitter, und ich liebe Amerika», sagt er zum Schluss des Gespräches. (amü)

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