Die Temperatur im Reaktor sei nicht angestiegen, auch sei an Messstationen keine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden, versicherte der Sprecher. "Wir glauben nicht, dass sich eine Notfallsituation entwickelt."

Im fünften Stock des Gebäudes befindet sich ein Wasserbecken, in dem Bauteile aus dem Reaktor gelagert werden. Kurz nach der Havarie im Frühjahr 2011 hatte eine Wasserstoffexplosion das Dach des Gebäudes abgesprengt.

In der Atomanlage Fukushima gab es zuletzt immer wieder Zwischenfälle. Mehrmals trat radioaktives Wasser aus, eine Ratte verursachte einen Stromausfall.

Im März 2011 waren mehr als 18'000 Menschen ums Leben gekommen, als ein schweres Erdbeben und ein anschliessender Tsunami die Gegend um die Atomanlage verwüsteten. Die Naturkatastrophe führte in einigen Reaktoren der Anlage zur Kernschmelze, der folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück im ukrainischen Tschernobyl 1986.