Mit Blick auf seinen von einer internen Wahlkommission verkündeten Sieg bei der Urwahl vom Sonntag sagte Copé am Donnerstag dem Sender Europe 1: "Das Ergebnis ist bekannt. Wenn man dem widerspricht, dann geht das vor eine Berufungsinstanz."

Fillon hatte am Mittwoch eine weitere Wende in dem erbitterten Führungsstreit mit Copé vollzogen: Nachdem er zunächst das Ergebnis der Urwahl anerkannt hatte, erklärte er dieses dann für unzulässig, weil die Stimmen aus drei Überseegebieten nicht berücksichtigt worden seien.

Würden diese hinzugezählt, dann habe er die Urwahl mit 26 Stimmen Vorsprung gewonnen, gab das Lager des zur Parteimitte zählenden Ex-Regierungschefs bekannt. Später verkündete Fillon, er verzichte auf den UMP-Vorsitz, forderte zugleich aber auch seinen vom rechten Parteiflügel unterstützten Rivalen Copé zum Verzicht auf.

Fillon will Juppé

Fillon fordert, dass Ex-Premierminister und UMP-Mitbegründer Alain Juppé zum Übergangschef der UMP ernannt wird. Dieser war bei der Urwahl nicht angetreten. Sollte diese Forderung nicht erfüllt werden, will Fillon notfalls vor Gericht ziehen, wie er am Mittwochabend dem Sender TF1 sagte.

Der erbittert ausgetragene Wahlkampf der beiden Rivalen und das Chaos am Wahlabend haben die UMP von Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy tief gespalten. Copé hatte die Urwahl nach dem Ergebnis der internen Wahlkommission mit einem hauchdünnen Vorsprung von 98 Stimmen gegenüber Fillon gewonnen.