Zudem will Copé die UMP-Mitglieder über den Wunsch nach einer Neuwahl des Parteivorsitzenden nach der Kommunalwahl 2014 befragen. Mit der internen Abstimmung könne die Angelegenheit ein für alle Mal geklärt werden, sagte Copé.

Die Fronten zwischen ihm und dem ehemaligen Premierminister François Fillon bleiben aber verhärtet. Fillon fordert weiter eine umgehende Neuwahl.

Sollte es bis Dienstag zu keiner Einigung kommen, will er nach eigenen Angaben seine angekündigte eigene Parlamentsfraktion formell gründen und damit die Spaltung der UMP besiegeln. Der Gruppe des früheren Regierungschefs sollen bereits mehr als 60 der 183 UMP-Abgeordneten angehören, also gut ein Drittel.

Fillon streitet mit Copé um den Parteivorsitz und erkennt das Ergebnis der Urwahl am 18. November nicht an, weil er es für manipuliert hält. Eine Schiedskommission, die Fillon für parteiisch hält, hatte Copé am vergangenen Montag zum Wahlsieger erklärt. Die UMP ist mit rund 300'000 Mitgliedern die grösste Partei Frankreichs.