Venezuela

Chávez lässt Krebserkrankung erneut auf Kuba behandeln

Hugo Chavez, flankiert von seinen Töchtern Rosa Virginia (l.) und María Gabriela (r.)

Hugo Chavez, flankiert von seinen Töchtern Rosa Virginia (l.) und María Gabriela (r.)

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez darf zur medizinischen Behandlung nach Kuba reisen. Die venezolanische Nationalversammlung stimmte einer Reise von Chávez zur Chemotherapie nach Kuba einstimmig zu. Das teilte Parlamentspräsident Fernando Soto Rojas mit.

Laut Verfassung muss die Nationalversammlung eine "vorübergehende Abwesenheit" des Präsidenten billigen. Bei der Abstimmung am Samstag votierte sowohl die Chávez-Fraktion als auch die Opposition für die Reisegenehmigung.

Nach der Verkündung des Wahlergebnisses sagte Chávez, er werde Venezuela innerhalb der kommenden Stunden verlassen. Er gehe jedoch davon aus, bald in sein Heimatland zurückkehren zu können.

Die Opposition verlangte unterdessen weitere Informationen über die Erkrankung des Präsidenten. Die Forderung der oppositionellen Abgeordneten, während seiner Abwesenheit die Amtsgeschäfte auf Vizepräsident Elias Jaua zu übertragen, lehnte jedoch Chávez ab. "Ich verlasse das Land und behalte meine Position als Präsident", sagte Chávez in einer Fernsehansprache aus dem Präsidentenpalast.

Chávez hatte erst vor rund zwei Wochen seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Er war zunächst auf Kuba behandelt worden. Seine Rückkehr zum 200. Jahrestag der Staatsgründung Venezuelas war frenetisch gefeiert worden. Der "Commandante" regiert Venezuela seit 1999.

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