Dies teilten die Sicherheitsbehörden der ostchinesischen Stadt Wenzhou mit. Die Verhütungsmittel wurden an Supermärkte, Automatenketten und Hotels verkauft, wie das Fernsehen der Provinz Zhejiang berichtete.

Die Polizei beschrieb die Qualität der Kondome demnach als "sehr einfach und grob". Der Wert der sichergestellten Präservative wurde mit 50 Millionen Yuan, umgerechnet 6,3 Millionen Euro, angegeben. Die Präservative seien meist in den Provinzen Henan und Hubei hergestellt worden, ausserdem wurde eine Verpackungsfirma in der Provinz Zhejiang durchsucht.

Billige Ware

"Die hygienischen Bedingungen in diesen Dörfern war sehr schlecht", sagte ein Polizeibeamter. "Es war weit unter offiziellen Produktionsstandards." Die Raubkopien wurden auch unter chinesischen Marken wie Jissbon und SixSex für einen Yuan (12 Cent) an Einzelhändler verkauft, obwohl die echten Kondome zwischen 20 und 150 Yuan (2,50 und 19 Euro) pro Schachtel kosten.

Kondome gehören in China zu den Produkten, die am häufigsten gefälscht werden. Im Februar waren zwei Millionen Raubkopien in der Provinz Shanxi sichergestellt worden. Seit 2014 haben Gerichte in der Provinz Henan mehr als zehn ähnliche Fälle verhandelt. Die Produktpiraten erhielten bis zu vier Jahre Haft.