Coronavirus - China

China meldet erstmals keine inländischen Coronavirus-Neuinfektionen

In China entspannt sich die Lage bei der Coronavirus-Krise - in Wuhan wurde keine Neuinfektion gezählt und zahlreiche Menschen können die Quarantäne verlassen.

In China entspannt sich die Lage bei der Coronavirus-Krise - in Wuhan wurde keine Neuinfektion gezählt und zahlreiche Menschen können die Quarantäne verlassen.

Die zentralchinesische Stadt Wuhan meldet zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus Ende 2019 keine neuen Infektionen. In Festland-China werden für Mittwoch 34 neue Infektionen bestätigt, mehr als doppelt so viele wie am Vortag mit 13.

Dies gab die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag bekannt. Alle neuen Fälle seien aber importiert, also von Chinesen, die aus dem Ausland zurückkehren, was den Druck auf die Behörden zur Überprüfung von Reisenden erhöht.

Insgesamt stieg die Zahl der Erkrankungen auf 80'928. Die Zahl der Todesopfer durch den Ausbruch in China liegt zum Ende des Mittwochs nach offiziellen Angaben bei 3245, acht mehr als am Vortag. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei alle acht Todesfälle, darunter sechs auf die Provinzhauptstadt Wuhan.

Rückkehrer aus dem Ausland als Problem

Es war der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren. Insgesamt seien bisher 189 importierte Fälle festgestellt worden, wie die Kommission weiter mitteilte.

Um eine Ausbreitung der eingeschleppten Fälle möglichst zu verhindern, gelten strenge Quarantänemassnahmen für Menschen, die aus dem Ausland ankommen.

Ähnlich wie auf dem chinesischen Festland gab es auch in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong Befürchtungen, dass sich das Virus durch Rückkehrer ausbreiten könnte. Auch die Finanzmetropole, hat ihre Quarantänevorschriften deshalb seit Donnerstag noch einmal verschärft. In Hongkong wurden bisher 192 Infizierte und vier Tote registriert.

Südkorea verzeichnet dagegen derweil einen sprunghaften Anstieg an neuen Coronavirus-Fällen. Die Zentren zur Krankheits- und Seuchenkontrolle (KCDC) melden am Donnerstag 152 neue Fälle, womit die Gesamtzahl auf 8565 steigt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich in Südkorea um sieben auf 91.

Massentests in Südkorea

Das Land hatte bis Mittwoch vier Tage in Folge weniger als 100 Neuinfektionen registriert. Unter den neuen Fällen stammen 97 aus Daegu südöstlich von Seoul, wo nach Angaben des KCDC in dieser Woche mindestens 74 Patienten in einem Pflegeheim positiv auf das Virus getestet wurden. Der erneute Ausbruch veranlasst die Stadt, umfangreiche Tests in allen anderen Pflegeheimen mit mehr als 33'000 Menschen einzuleiten.

Ein erhöhtes Risiko sehen die Behörden in Südkorea angesichts der weltweit grassierenden Epidemie auch durch infizierte Reisende aus dem Ausland. Seit Donnerstag gelten die verstärkten Einreisekontrollen für ankommende Personen einschliesslich Südkoreanern aus der ganzen Welt.

Börsen im Rückwärtsgang

Die Aktienmärkte in Japan und Südkorea haben angesichts der Sorgen um die zunehmende Belastung der Wirtschaft durch die Coronavirus-Pandemie ihre Kursverluste im frühen Handel am Donnerstag ausgeweitet. An der Leitbörse in Tokio rutschte der Nikkei-Index für 225 führende Werte um 124,29 Punkte oder 0,7 Prozent im Vormittagshandel auf 16'602,26 ab.

An der Aktienbörse in Seoul büssten die Kurse sogar um mehr als 5 Prozent ein. Der Leitindex Kospi lag um 11.20 Uhr (Ortszeit) auf einem Zwischenstand von 1508,23 Zählern.

Der philippinische Aktienmarkt brach nach einem zweitägigen Handelsstopp um 24 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als acht Jahren ein. Der breiter gefasste Aktienindex öffnete zunächst 12,4 Prozent tiefer und löste damit einen automatischen 15-minütigen Handelsstopp aus. Die Philippinen hatten am Dienstag als erstes Land die Finanzmärkte wegen des Ausbruchs des Coronavirus vollständig geschlossen.

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