US-Schulden

China kritisiert in scharfen Worten den US-Schuldenstreit

US-Republikaner beim Verlassen des Sitzungszimmers

US-Republikaner beim Verlassen des Sitzungszimmers

China hat in ungewöhnlich scharfer Form den US-internen Streit um die Erhöhung der Schuldengrenze wegen der davon ausgehenden Gefahren für die Weltwirtschaft kritisiert.

Die mächtigste Wirtschaftsnation der Welt sei von gefährlich verantwortungslosen Politikern als Geisel genommen worden, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag in einem Kommentar.

Der Streit zwischen Demokraten und Republikanern bedrohe die Wirtschaft anderer Länder, hiess es mit Blick auf die globale Leitwährung Dollar. Es drohe eine Rezession wie die von 2008, die auch in den USA ausgelöst worden sei.

China ist der grösste Gläubiger der USA. Am Donnerstagabend hatten die Republikaner eine Abstimmung über einen Plan zur Lösung der Schuldenkrise überraschend abgesagt. Damit blieb zunächst unklar, wie es im Streit über eine Erhöhung der gesetzlich festgelegen Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar weitergeht.

Sollte der Kongress bis Dienstag keine Anhebung beschliessen, droht der US-Regierung die Zahlungsunfähigkeit. Experten befürchten wirtschaftliche Folgen weit über die USA hinaus.

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