Syrien

China äussert «Bedauern» über Annans Rücktritt

Kofi Annan hat seinen Rücktritt als Syrien-Sondergesandter angekündigt (Archiv)

Kofi Annan hat seinen Rücktritt als Syrien-Sondergesandter angekündigt (Archiv)

China hat mit «Bedauern» auf den Rücktritt des internationalen Syrien-Sondergesandten Kofi Annan reagiert. Annan habe eine schwierige Aufgabe wahrgenommen, Peking «respektiere» seine Entscheidung, das Amt zum Ende des Monats niederzulegen, erklärte ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums am Freitag.

China werde sich weiter für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts einsetzen und wolle, dass die Vereinten Nationen dabei eine "wichtige Rolle" spielten, beteuerte der Sprecher.

Annan hatte am Donnerstag seinen Rücktritt angekündigt und beklagt, er habe "nicht alle Unterstützung bekommen, die der Fall verdient". So kritisierte er eine "fehlende Einmütigkeit im Sicherheitsrat" und "ständige Schuldzuweisungen" im wichtigsten Gremium der UNO. Diese hätten seine Versuche behindert, seinen Sechs-Punkte-Plan zur Beilegung des Konflikts in Syrien umzusetzen.

Die USA warfen daraufhin den UNO-Vetomächten China und Russland vor, für Annans Rücktritt verantwortlich zu sein.

China hat gemeinsam mit Russland drei Mal Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates blockiert, mit denen der Druck auf Syriens Staatschef Baschar al-Assad hätte erhöht werden sollen. Beobachter vermuten, dass dies unter anderem auf Sorgen Pekings zurückzuführen ist, eine Resolution des Sicherheitsrats könnte Grundlage für eine internationale Militärintervention in Syrien sein.

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