Griechenland

Chemiestudent und Arbeitsloser stecken hinter Paketbomben-Serie

Sprengstoffexperten in Athen

Sprengstoffexperten in Athen

Ein griechischer Chemiestudent und sein arbeitsloser Freund stecken nach Ermittlungen der Behörden in Athen hinter der Briefbombenserie von dieser Woche. Gleichzeitig wurde am Donnerstag in Athen ein weiterer Sprengsatz entdeckt und entschärft.

Die beiden Verdächtigen hätten für ihre Mikro-Bomben eine einfache Schiesspulvermischung verwendet, die in ausgehöhlten Büchern versteckt worden seien, erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag in Ermittlerkreisen und aus Justizdokumenten.

Die jungen Männer im Alter von 22 und 24 Jahren hätten auf den Briefbomben als Absender den Obersten Geistlichen der griechisch-orthodoxen Kirche, den stellvertretenden Ministerpräsidenten oder das Athener Finanzministerium angegeben, hiess es weiter. Neben zwei bis ins Ausland gelangten Sendungen wurden weitere zwölf an ausländische Botschaften in Athen geschickt

Am Donnerstag wurde ein weiterer Sprengsatz entdeckt, der an die französische Botschaft in Athen adressiert war. Das Paket sei an den Kurierdienst zurückgeschickt worden, weil die Sendung der Botschaft verdächtig vorgekommen sei, teilte die Polizei mit. Das Päckchen sei daraufhin im Süden der griechischen Hauptstadt von Bombenentschärfern zur Explosion gebracht worden. Die Botschaft bestätigte den Vorfall.

Die Polizei schickte zudem Experten, um drei weitere verdächtige Pakete bei einem weiteren Paketdienst zu prüfen. Sie wurden in Athens Vorstadt Markopoulo, vor einer Bank in Athen und dem Parlament entdeckt. Am Nachmittag stellte sich nach Radioberichten jedoch heraus, dass die Päckchen harmlos waren.

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