Syrien

Chef der Arabischen Liga setzt sich in Syrien für Entspannung ein

Nabil al-Arabi versucht in Damaskus zu vermitteln (Archiv)

Nabil al-Arabi versucht in Damaskus zu vermitteln (Archiv)

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, hat sich am Samstag in Damaskus um eine Entspannung der Lage in Syrien bemüht, wie syrische Medien meldeten. Zum Inhalt seiner Gespräche mit dem syrischen Staatschef Baschar al-Assad gab es zunächst aber keine offiziellen Angaben.

Arabi wollte Assad im Auftrag der arabischen Staatengruppe einen Plan vorlegen, in dem das umgehende Ende der Gewalt in Syrien und eine pluralistische und transparente Präsidentschaftswahl im Jahr 2014 gefordert werden.

Der Plan sieht ausserdem vor, dass Assad "ernsthafte Kontakte" zur syrischen Opposition aufnimmt, politische Gefangene freilässt und diejenigen entschädigt, die bei der Niederschlagung der seit Monaten andauernden Proteste gegen seine Herrschaft Schaden erlitten.

Seit Beginn der Demonstrationen gegen die Regierung Assad Mitte März gibt es in Syrien nahezu täglich Proteste. Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden am Samstag landesweit sieben Menschen durch Sicherheitskräfte getötet, fünf davon in der zentralsyrischen Stadt Homs.

Nach UNO-Angaben wurden bei der Niederschlagung der Proteste bislang mehr als 2200 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. Die Assad-Regierung spielt das Ausmass der Protestbewegung herunter und erklärt, sie kämpfe gegen "terroristische Banden".

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