Im Norden des Inselstaates hinterliess "Dujuan" eine Schneise der Verwüstung, fast eine halbe Millionen Menschen waren vorübergehend ohne Strom. Am Morgen traf der Wirbelsturm die chinesische Küstenstadt Putian, von dort gab es zunächst keine Schadensberichte.

Mit sintflutartigem Regen und gewaltigen Sturmböen zog "Dujuan" am Montag über Taiwan hinweg. Der Taifun traf im Nordosten früher als erwartet auf Land, weil er noch einmal an Geschwindigkeit zugelegt hatte - Windböen von bis zu 227 Stundenkilometern wurden gemessen.

Mehr als 12'000 Menschen waren in Sicherheit gebracht worden, fast 3000 waren am Dienstag noch in Notunterkünften. Erdrutsche blockierten zahlreiche Strassen in den Bergen vor der Hauptstadt Taipeh. Zahllose Bäume wurden entwurzelt.

In Taiwan ist auch die Erinnerung an den verheerenden Taifun "Morakot" noch wach, durch den im August 2009 im Süden der Insel etwa 600 Menschen getötet wurden. Die meisten der Opfer kamen damals bei Erdrutschen ums Leben.