Burma

Burmas Präsident will Einsatz für verfolgte Minderheiten verstärken

Burmas Staatschef Thein Sein will Minderheiten im Land besser schützen (Archiv)

Burmas Staatschef Thein Sein will Minderheiten im Land besser schützen (Archiv)

Zwei Tage vor einem geplanten Staatsbesuch von US-Präsident Barack Obama hat Burmas Staatschef Thein Sein einen verstärkten Einsatz für verfolgte Minderheiten in seinem Land angekündigt.

Die ethnischen Unruhen zwischen Buddhisten und Muslimen im westlichen Bundesstaat Rakhine führten "zur Blockade der Entwicklung Burmas und zum Gesichtsverlust auf internationaler Ebene", wurde der Staatschef am Samstag von der amtlichen Tageszeitung "New Light of Myanmar" zitiert. Dies sei "unmöglich zu verbergen". Burma habe aber "die Verantwortung, die humanitären Probleme zu lösen".

Nach UNO-Angaben wurden in dem Konflikt zwischen Buddhisten und der muslimischen Minderheit der Rohingya seit Juni mindestens 180 Menschen getötet und mehr als 110'000 Menschen vertrieben, vorwiegend Rohingya-Angehörige. Die Bevölkerung Burmas ist zu fast 90 Prozent buddhistisch, gut vier Prozent sind Muslime.

Etwa 800'000 Rohingya leben in Rakhine, sie sind aber staatenlos und in ihren Rechten erheblich eingeschränkt. Nach UNO-Einschätzung sind sie eine der meistverfolgten Minderheiten weltweit.

Obamas erste Auslandreise nach seiner Wiederwahl wird ihn am Montag auch nach Burma führen. Das Land durchlebt nach Jahrzehnten der Militärherrschaft eine demokratische Öffnung, die von den USA unterstützt wird.

Der US-Präsident will am Samstag nach Südostasien aufbrechen und zunächst Thailand besuchen. Zum Abschluss der Reise wird Obama am Dienstag in Kambodscha am Treffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN sowie am Ost-Asien-Gipfel teilnehmen.

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