Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien "bei guter Gesundheit", teilte die italienische Küstenwache am Montag nach einem Telefonat mit dem Kapitän des Schiffes in Rom mit. An Bord des Kreuzfahrtschiffes befinden sich nach Angaben der Genueser Reederei 1049 Personen, darunter 636 Passagiere. Unter diesen waren demnach auch 90 Schweizerinnen und Schweizer.

Das Schiff war nach Angaben der Küstenwache auf dem Weg von Madagaskar zu den Seychellen, als der Brand im Maschinenraum ausbrach. Das Schiff habe sich zu dem Zeitpunkt in der Nähe des Alphonse-Atolls befunden, rund 200 Seemeilen von den Seychellen entfernt.

Die Behörden der Seychellen seien über den Zwischenfall informiert. Zwar hätten Einsatzkräfte an Bord das Feuer gelöscht, dennoch habe der Luxusliner einen Notruf abgesetzt und um Hilfe von Frachtschiffen gebeten, die sich in der Nähe aufhielten. An Bord sei in Folge des Brandes der Strom ausgefallen.

Maschinen ausser Betrieb

Nach Angaben der Reederei Costa Crociere machten sich bereits Schleppboote auf den Weg zum Unglücksschiff. "Die Maschinen der 'Costa Allegra' sind ausser Betrieb, aber die Kommunikation funktioniert", hiess es von dem Kreuzfahrtanbieter. Derzeit würden Tests im Maschinenraum vorgenommen, um die Instrumente wieder in Gang zu bringen.

Nach Ausbruch des Feuers seien sofort alle notwendigen Sicherheitsmassnahmen getroffen worden und speziell ausgebildete Feuerwehrteams seien eingeschritten, erklärte der im italienischen Genua ansässige Kreuzfahrtanbieter. Der Brand habe gelöscht werden können, bevor er sich auf andere Teile des 1992 gebauten Schiffes ausbreiten konnte.

Die "Costa Allegra" gehört ebenso wie die havarierte "Costa Concordia" zur italienischen Reederei Costa Crociere. Costa Crociere wiederum ist eine Tochtergesellschaft von Carnival. Die "Costa Concordia" war am 13. Januar vor der Insel Giglio gekentert. Mindestens 25 Menschen starben, 7 werden noch vermisst.