Das Projekt diene allein der Stromgewinnung, betonte der bolivianische Präsident weiter. Sein Land strebe nicht nach einer Atombombe.

Morales hatte zu Wochenbeginn drei Tage lang den Iran besucht. Bereits am Freitag hatte er die Fortschritte der islamischen Republik auf dem Gebiet der Produktion von Atomstrom "zu friedlichen Zwecken" gelobt. Nun sagte Morales, Bolivien mit seinen Uranreserven könne das Uran auch an andere Staaten mit Atomkraftwerken liefern.

Morales ist ein enger politischer Verbündeter des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Israel verdächtigt die Regierungen in Bolivien und Venezuela, dem Iran für sein umstrittenes Atomprogramm Uran zu liefern.

Die westlichen Staaten wollen Teheran zum Verzicht seiner Uran-Anreicherungsprogramms zwingen. Sie verdächtigen die iranische Führung, heimlich nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück.