Die maskierten Täter seien am Samstagnachmittag mit zwei Autos zu dem Spielfeld in San Pedro Sula gefahren und hätten mit Kalaschnikows das Feuer auf Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer eröffnet, berichteten örtliche Medien. Zehn Menschen waren auf der Stelle tot, vier weitere starben nach Polizeiangaben im Spital an ihren Verletzungen.

Nach einem Medienbericht kamen drei Schiedsrichter und zwei Fussballspieler ums Leben, die restlichen Opfer waren Fans. Nachbarn flüchteten bei der Schiesserei in ihre Häuser. In Honduras gibt es am Wochenende stets zahlreiche Fussballspiele.

Der Grund für das Attentat blieb zunächst unklar. In der Region kämpfen mehrere Banden gegeneinander, die in den Drogenhandel verwickelt sind. Sie unterhalten enge Verbindungen zu mexikanischen Drogenkartellen.

Kokain-Transit

In der Umgebung der Stadt San Pedro Sula, einem Zentrum der Textilindustrie, wird Kokain verfeinert, bevor es auf den Weg in die USA gebracht wird.

Erst im September hatten Bewaffnete in San Pedro Sula, der zweitgrössten Stadt des Landes, eine Schuhmacherwerkstatt überfallen und 17 Menschen erschossen.

Das mittelamerikanische Honduras ist in den vergangenen Jahren wachsender Gewalt ausgesetzt. Im September wurden 17 Menschen von Scharfschützen erschossen, die gleichfalls mit mexikanischen Drogenbanden in Verbindung gebracht wurden.

Honduras gehört mit durchschnittlich 16 Getöteten pro Tag und einer Rate von knapp 70 Morden auf 100'000 Einwohner zu den gefährlichsten Ländern Amerikas.