Malaysia

Besitzer von drei Boeing 747 auf Flughafen in Kuala Lumpur gesucht

Drei Flugzeuge stehen unbenutzt auf dem Klia-Gelände: Es sind Boeing 747-200 mit den Registrierungsnummern TF-ARM (l.), TF-ARN (r.) und TF-ARH (nicht im Bild).

Drei Flugzeuge stehen unbenutzt auf dem Klia-Gelände: Es sind Boeing 747-200 mit den Registrierungsnummern TF-ARM (l.), TF-ARN (r.) und TF-ARH (nicht im Bild).

«Sollten Sie die Maschine nicht binnen 14 Tagen abgeholt werden, werden sie verkauft oder anderweitig genutzt.» Was klingt wie ein eine Hinweistafel auf einem Parkplatz, heisst es für den unauffindbaren Besitzer von drei Flugzeugen in Malaysia.

Noch immer läuft die Suche nach der seit März 2014 vermissten Malaysia-Airlines-Maschine, doch der internationale Flughafen in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur schlägt sich mit einem eher gegensätzlichen Problem herum: Er ist auf der Suche nach den Besitzern von drei herrenlosen Boeing-Maschinen.

Per Zeitungsanzeige sucht der Betreiber die Eigentümer der drei Maschinen vom Typ 747-200F - zwei Passagierflugzeuge und ein Frachtflugzeug.

Die Anzeige ist gerichtet an die "unauffindbaren Eigentümer" der Maschinen. Darin heisst es, dass die Flugzeuge verkauft oder anderweitig genutzt würden, "sollten Sie die Maschine nicht binnen 14 Tagen abgeholt haben". Der Flughafen verlangt zudem Gebühren unter anderem fürs Landen und Parken.

Der Manager des Flughafens, Zainol Mohd Isa, sagte AFP, die Eigentümer der Maschinen kämen aus dem Ausland, jedenfalls nicht aus Malaysia. Das Zurücklassen der Maschinen könne verschiedene Gründe haben, sagte er. "Manchmal ist es so, dass sie kein Geld mehr haben, um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten." Es sei nicht das erste Mal, dass herrenlose Flugzeuge versteigert oder verschrottet werden müssten. Eines sei in den 90er Jahren durch viele Hände gegangen und dann zu einem Restaurant in einem Vorort von Kuala Lumpur umgebaut worden.

In Kuala Lumpur war im März 2014 der Flug MH370 gestartet. Die Maschine der Malaysia Airlines war auf dem Flug nach Peking mit 239 Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwunden. Es wird vermutet, dass sie vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean stürzte. Eine Flügelklappe der Maschine wurde Ende Juli auf der Insel La Réunion angeschwemmt.

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