Italien

Berlusconis Einkommen wächst trotz Ausscheiden aus dem Parlament

Hat gut Lachen: Silvio Berlusconi ist der reichste Parlamentarier Italiens (Archiv)

Hat gut Lachen: Silvio Berlusconi ist der reichste Parlamentarier Italiens (Archiv)

Obwohl er seit November nicht mehr als Premier amtiert, ist Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi der reichste Parlamentarier seines Landes. Berlusconi meldete 2011 ein Einkommen von 48 Millionen Euro, das sind acht Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Dies geht aus den am Montag bekanntgewordenen Steuererklärungen der Parlamentarier hervor. Berlusconi kann unter anderem auf ein riesiges Immobilienimperium mit Villen in Rom, Mailand, Lampedusa und Antigua zurückgreifen. Die Veröffentlichung der Steuererklärungen der Parlamentarier ist in Italien gesetzlich vorgeschrieben.

Auch Berlusconis Nachfolger, Premier Mario Monti, der auch als Senator auf Lebenszeit im Parlament sitzt, musste seine Steuererklärung veröffentlichen. Monti meldete 2010 ein Einkommen von 1,5 Millionen Euro. Der Premier besitzt elf Wohnungen und ist Miteigentümer von fünf weiteren Immobilien. Ausserdem hat er in verschiedenen Fonds 11,5 Millionen Euro investiert.

Ab diesem Jahr werden die Einnahmen des 68-jährigen Monti, der seit November ein Expertenkabinett führt, stark schrumpfen. Der Premier wird sich lediglich mit seinem Einkommen als Senator auf Lebenszeit von 211'000 Euro begnügen müssen. Als privaten Beitrag zu den Sparbemühungen verzichtete der Regierungschef auf sein Gehalt als Ministerpräsident und Wirtschaftsminister.

Der Premier besetzt lediglich Platz fünf im Ranking der reichsten Mitglieder des italienischen Kabinetts, das zur Eindämmung von Italiens gewaltiger Staatsschuld eingesetzt wurde. Reichstes Regierungsmitglied ist Justizministerin Paola Severino, die ein Jahreseinkommen von sieben Millionen Euro meldete.

Ihr folgt der Grossbanker Corrado Passera, Ex-Geschäftsführer des Geldhauses Intesa San Paolo, mit einem Jahreseinkommen von 3,5 Millionen Euro. Die Steuererklärungen wurde auf der Webseite des Kabinetts veröffentlicht.

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