Das entschied ein Gericht in Mailand am Dienstag.

Der 77-Jährige muss damit mindestens einmal pro Woche vier Stunden lang in einer sozialen Einrichtung für ältere Menschen arbeiten. Dadurch bleibt dem dreimaligen italienischen Regierungschef der Hausarrest mit seinen strikten Regeln und Einschränkungen erspart.

Die Frage ist jetzt: Wie kann ein betagter Ex-Ministerpräsident im Altersheim von Nutzen sein?

Berlusconi war im August vergangenen Jahres wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt worden, von denen drei jedoch wegen einer Amnestieregelung ausgesetzt worden waren. Ins Gefängnis muss der 77-Jährigen wegen seines hohen Alters nicht mehr.

Die Anwälte des früheren italienischen Regierungschefs hatten bei der Anhörung am Donnerstag Sozialdienst für ihren Mandaten beantragt. Auch der Staatsanwalt hatte sich dafür ausgesprochen. Wo Berlusconi seinen Sozialdienst ableisten muss und wann er damit beginnt, wurde zunächst nicht bekannt.

Der Milliardär und seine Anwälte hatten laut Medienberichten eine Behinderteneinrichtung in der Nähe seiner Villa Arcore bei Mailand vorgeschlagen, die Richter könnten ihm aber auch eine andere Stelle zuweisen, etwa in einem Altersheim. In jedem Fall hat Berlusconi im Sozialdienst mehr politische Bewegungsfreiheit als im strikt geregelten Hausarrest. (sda)