Afghanistan

Bericht: Mehr als 400 000 Rückkehrer nach Afghanistan dokumentiert

ARCHIV - Stadtansicht von Kabul. Seit Jahresbeginn ist die Rückkehr von mehr als 400 000 Afghanen aus den Nachbarländern Iran und Pakistan dokumentiert worden. Foto: Michael Kappeler/dpa

ARCHIV - Stadtansicht von Kabul. Seit Jahresbeginn ist die Rückkehr von mehr als 400 000 Afghanen aus den Nachbarländern Iran und Pakistan dokumentiert worden. Foto: Michael Kappeler/dpa

Seit Jahresbeginn ist die Rückkehr von mehr als 400 000 Afghanen aus den Nachbarländern Iran und Pakistan dokumentiert worden. Die grosse Mehrheit der Menschen kam aus dem schwer von der Coronakrise betroffenen Iran, wie aus einem Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Das afghanische Flüchtlingsministerium dokumentierte nach IOM-Angaben an den Grenzübergängen 404 868 Heimreisen aus dem Iran sowie 1933 aus Pakistan. Mehr als 125 000 Fälle aus dem Iran waren Abschiebungen, der Rest kehrte freiwillig zurück. Vor allem im März machte sich ein Grossteil auf den Weg zurück nach Afghanistan.

Die Zahlen beziehen sich nur auf Afghanen, die nicht beim UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR offiziell als Flüchtlinge registriert sind - also auf Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis. Deutschland hatte im Zuge der Corona-Pandemie Sammelabschiebungen nach Afghanistan vorübergehend eingestellt.

Viele Afghanen gehen vor allem für die Arbeit in die Nachbarländer und kehren regelmässig in ihre Heimat zurück. Bei jedem Grenzübertritt werden sie als Rückkehrer in der Statistik dokumentiert. Hintergrund sind der Konflikt in Afghanistan, die schwache Wirtschaft und hohe Arbeitslosigkeit im Land. Jedoch ist auch die iranische Wirtschaft in den vergangenen Jahren eingebrochen, weshalb viele Afghanen nach Hause zurückkehrten.

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