Deutschland

Bericht: Jede zweite überprüfte deutsche Spitalabrechnung falsch

Operationsbesteck in einem Spital. (Symbolbild)

Operationsbesteck in einem Spital. (Symbolbild)

In Deutschland ist mehr als jede zweite geprüfte Spitalabrechnung einem Medienbericht zufolge im Jahr 2017 falsch gewesen. Die Kliniken hätten deshalb insgesamt 2,8 Milliarden Euro an die Krankenkassen zurückzahlen müssen.

Dies berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag unter Berufung auf eine Auswertung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband). Bei der letzten Erhebung für das Jahr 2012 hatten die Rückzahlungen laut der Zeitung noch bei 1,7 Milliarden Euro gelegen.

Der Vize-Vorstandschef des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, forderte das Erstellen einer Art schwarzen Liste, "um zwischen falsch und korrekt abrechnenden Krankenhäusern klar zu unterscheiden". Daneben bedürfe es "gesetzlicher Regelungen", um notorische Falschabrechner zu bestrafen, sagte er der Zeitung. Bisher zögen fehlerhafte Rechnungen keine Konsequenzen für die Kliniken nach sich.

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