Slowenien

Bei Wahl in Slowenien stehen Zeichen auf Wechsel

Wahlplakate in Ljubljana

Wahlplakate in Ljubljana

In Slowenien wird am heutigen Sonntag ein neues Parlament gewählt. Mehr als 3300 Wahllokale im ganzen Land öffneten um 7 Uhr ihre Türen für 1,65 Millionen Wahlberechtigte. Die Konservativen können mit einer Rückkehr an die Regierung rechnen.

Nach dem Sturz der Mitte-Links-Regierung, der zu den ersten vorgezogenen Neuwahlen in der 20-jährigen Geschichte des Landes führte, rechnen die Meinungsforscher mit einem Machtwechsel und einem klaren Wahlsieg der konservativen Opposition von Ex-Premier Janez Jansa (2004-2008).

Umfragen sagen der Slowenischen Demokratischen Partei (SDS) von Jansa rund 31 Prozent der Stimmen voraus. Allerdings holte die Mitte-links-Partei Neues Slowenien des Bürgermeisters von Ljubljana, Zoran Jankovic, zuletzt mächtig auf. Auch in Slowenien ist die Krise in der Euro-Zone die grosse Herausforderung für die künftige Regierung.

1300 Kandidaturen für 90 Sitze

Die Neuwahl war im September angesetzt worden, nachdem das Parlament der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Borut Pahor das Misstrauen ausgesprochen hatte. Dem Votum waren monatelange Unstimmigkeiten zwischen den Koalitionspartnern und eine Reihe von Rücktritten im Kabinett vorausgegangen. Pahor lag in den Umfragen zuletzt bei nur noch 13 Prozent.

Insgesamt bewerben sich 1300 Kandidaten für die 90 Sitze im slowenischen Parlament. Zwei Mandate sind für Minderheitenvertreter (je eines für die italienische und die ungarische Volksgruppe) reserviert. Die restlichen 88 Sitze werden nach dem Verhältniswahlrecht vergeben.

Die Wahllokale schliessen um 19 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt veröffentlichen die beiden grössten Fernsehsendern des Landes ihre Wählerbefragungen, die offiziellen vorläufigen Wahlergebnisse werden später am Abend erwartet.

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