Nahost

Behörden riegeln Sinai für Gaza-Demonstranten ab

Junge Palestinenser werfen Steine gegen Polizisten in Ras al-Amud

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Vor dem sogenannten Nakba-Tag der Palästinenser an diesem Sonntag haben die ägyptischen Behörden die Zufahrten zur Halbinsel Sinai für Gaza-Demonstranten abgeriegelt. Damit solle verhindert werden, dass tausende Aktivisten zum Grenzübergang Rafah am palästinensischen Gazastreifen marschieren, verlautete am Sitz der Provinzregierung in Al-Arisch am Samstag.

Die Aktivisten wollten nach Gaza vorstossen, um mit den Palästinensern dort den Nakba-Tag zu begehen. Damit wird am 15. Mai an Flucht und Vertreibung der Araber nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 erinnert.

Politiker und Behörden hatten den Ägyptern davon abgeraten, in einer Solidaritätsaktion über die Grenze bei Rafah zu marschieren. Einige Busse mit Demonstranten verliessen dennoch am Samstag den Tahrir-Platz in Kairo mit Ziel Rafah. Die Aktivisten wollen nun zumindest auf der ägyptischen Seite der Grenze demonstrieren.

Der Gazastreifen, in dem die islamistische Hamas herrscht, wird von Israel blockiert. Auch Rafah, der einzige Grenzübergang nach Ägypten, blieb unter dem Regime des im Februar gestürzten Präsidenten Husni Mubarak für den Verkehr gesperrt. Die neue ägyptische Führung hat den Grenzübergang nun mehr oder weniger geöffnet.

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