Klarsfeld hat sich als Nazi-Jägerin einen Namen gemacht. Sie wird nun am 18. März in der Bundesversammlung gegen den gemeinsamen Bewerber der anderen Parteien, Joachim Gauck, antreten.

Die in Paris lebende 73-jährige Klarsfeld war in der Linkspartei bereits vor gut einer Woche als Gegenkandidatin zu Gauck ins Gespräch gebracht worden.

Klarsfeld ist allerdings nicht zuletzt wegen ihrer Solidarität mit Israel innerhalb der Linken umstritten. Klarsfeld sei eine Kandidatin, "die nicht in jedem Punkt mit uns übereinstimmt, aber eine echte Alternative zu Joachim Gauck darstellt", sagte der Ko-Vorsitzende der Partei, Klaus Ernst.

Die Führungsgremien der Partei hatten sich am Donnerstag vergangener Woche überraschend noch nicht auf einen Kandidaten festlegen wollen.

Als weitere mögliche Bewerber der Partei hatten zunächst der Kölner Politologe Christoph Butterwegge und die Linken-Bundestagsabgeordnete Luc Jochimsen zur Verfügung gestanden. Sie zogen ihre Kandidaturen aber vor der Vorstandssitzung am Montag zurück.