Tote Schweizerin

Baslerin wird in Kenia vergewaltigt und umgebracht

Die Baslerin soll in Kenia vergewaltigt und erwürgt worden sein.

Die Baslerin soll in Kenia vergewaltigt und erwürgt worden sein.

In der Nacht auf Mittwoch töteten Unbekannte eine Baslerin in ihrem Haus in der kenianischen Siedlung Milimani.

Wie 20 Minuten berichtete, entdeckten zwei ihrer Angestellten die Leiche der 74-jährigen Frau in der Garage. Spuren weisen darauf hin, dass die Frau vergewaltigt und erwürgt wurde. Die Baslerin wohnte seit 27 Jahren in Kenia und lebte den kenianischen Medien zufolge alleine mit 48 Katzen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte den Tod der Schweizerin gegenüber 20 Minuten.

Die Frau habe mit vielen Tieren auf einem Bauernhof gelebt, zusammen mit drei Angestellten. Seit Jahren habe sie von Angst um ihr Leben erzählt, bestätigt ein Freund der Getöteten gegenüber 20 Minuten. Sie sei dorthin gezogen, weil sie ständig befürchtet hatte, ermordet werden zu können. Die Verfolgung müsse etwas mit der Auflösung einer Beiz in Nairobi zu tun gehabt haben, sagt der langjährige Freund.

Nach Kenia war die Baslerin der Liebe wegen gezogen, sie habe in den Ferien einen Massai kennen und lieben gelernt und ihre Zelte in der Schweiz abgebrochen. «Sie hatte eine gute Erbschaft. Obwohl sie in Basel ein gutes Leben hätte führen können, ohne zu arbeiten, wollte sie nicht mehr zurückkommen», sagte der Freund der Verstorbenen gegenüber 20 Minuten. Der Massai habe sie nur ausgenutzt und nach zwei Jahren sei sie ohne Geld dagestanden.

In den kenianischen Medien wird das Opfer als «Missionarin» bezeichnet. Das sei sie aber nicht gewesen, sagt ihr langjähriger Freund: «Mit dem Christentum hatte sie nichts am Hut. Sie war ein Freigeist, der Tiere über alles liebte.» Um diese nicht verlassen zu müssen, habe sie die Bedrohung in Kauf genommen und sei in Kenia geblieben.

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