Syrien

Barack Obama prüft militärische Optionen für Syrien

Angesichts des endlosen Blutvergiessens in Syrien lässt US-Präsident Barack Obama auch militärische Optionen prüfen. (Archiv)

Angesichts des endlosen Blutvergiessens in Syrien lässt US-Präsident Barack Obama auch militärische Optionen prüfen. (Archiv)

Angesichts des endlosen Blutvergiessens in Syrien lässt US-Präsident Barack Obama auch militärische Optionen prüfen. Dies sagte US-Generstabschef Martin Dempsey am Mittwoch vor dem Streitkräfteausschuss des Senats.

Zu den geprüften Optionen zählten humanitäre Missionen, die Überwachung der Seewege, Flugverbotszonen und begrenzte Luftschläge, sagte Dempsey.

Die verschiedenen Möglichkeiten seien aber noch nicht mit Obama direkt diskutiert worden, sondern mit seinem Team von Sicherheitsberatern. Auch gebe es noch keine Detailplanung.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta warnte in derselben Anhörung jedoch vor einem militärischen Eingreifen in den Konflikt, da es den Bürgerkrieg verschlimmern könnte.

Der Obama-Regierung sei klar, dass in Syrien «militärische Gewalt an ihre Grenzen stösst, vor allem was Bodentruppen angeht», sagte der Pentagon-Chef. Luftangriffe würden zu zivilen Opfern führen, warnten Panetta und Dempsey.

Nicht mit Libyen vergleichbar

Zuvor hatte der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain als erster US-Senator Luftschläge gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad gefordert. Ein solcher Schritt sei «der einzige realistische Weg», das Blutvergiessen zu beenden.

Panetta und Dempsey betonten vor dem Ausschuss wiederholt, dass sich die Lage in Syrien nicht mit der in Libyen vergleichen lasse, wo die internationale Gemeinschaft eine Flugverbotszone etabliert hatte.

Syrien verfüge über die fünffach stärkere Flugabwehr als das nordafrikanische Land. Eine solche Zone einzurichten würde einige Zeit dauern und eine grosse Zahl Flugzeuge notwendig machen. (sda)

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