Ban sagte am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz, er habe mit den Aussenministern John Kerry (USA) und Sergej Lawrow (Russland) über die Lage gesprochen. "Ich habe sie gebeten, ihren Einfluss geltend zu machen, dass die Verhandlungen wie geplant am 10. Februar in Genf fortgesetzt werden", sagte Ban.

"Die Erfahrung lehrt uns, dass Fortschritte schwierig sein werden. Aber wir haben einen Anfang gemacht, wir reden miteinander und das ist die einzige Hoffnung für eine politische Lösung", sagte der Generalsekretär. "Wenn die Konfliktparteien zurückkommen, dann sollten sie noch ehrlicher und ernsthafter sein als bisher."

Die Verhandlungen dürften nicht aus taktischen Erwägungen mit dem Ziel geführt werden, den Krieg in Syrien zu verlängern. Ban kritisierte, dass sich die Weltöffentlichkeit vor allem mit den grossen Krisen befasse, dabei aber häufig die "stillen Krisen" übersehe.