Das erklärte am Dienstagabend ein Sprecher der ägyptischen Luftfahrtbehörde.

Er sagte, der Ballonführer hätte, als gegen Ende der Fahrt ein Schlauch riss, aus dem dann Gas ausströmte, das Ventil für die Gaszufuhr schliessen können. Er habe jedoch nicht richtig reagiert und auch nicht versucht, das Feuer zu löschen. Stattdessen sei er aus dem Korb des abstürzenden Ballons gesprungen.

Der Ballon sei fahrtauglich gewesen. Er sei zuletzt im vergangenen Oktober überprüft worden. Durch den Absturz kamen 19 Menschen ums Leben: Eine ägyptische Reiseleiterin und 18 Touristen aus Europa und Asien. Der Ballonführer und ein britischer Passagier wurden schwer verletzt. Sie werden in Spitälern in Kairo behandelt.

19 Tote

Beim Absturz eines Heissluftballons in der ägyptischen Stadt Luxor sind am Dienstag 19 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfer sind neun Kunden des Reiseveranstalters Kuoni Hongkong. Schweizer Staatsangehörige sind keine betroffen.

Der Ballon sei über dem Stadtteil Kurna in einer Höhe von etwa 300 Metern unterwegs gewesen, als er Feuer gefangen und daraufhin explodiert sei, sagte ein Behördenvertreter. Während der Ballon zu Boden taumelte, sprangen der ägyptische Ballonführer und zwei britische Touristen aus dem brennenden Korb.

Sie wurden den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge mit schweren Verletzungen ins Internationale Spital von Luxor gebracht, wo einer der beiden Briten später starb. Der Ballonführer erlitt Verbrennungen dritten Grades.

Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Sicherheitsbehörden um neun chinesische Touristen, vier Japaner, zwei Franzosen, zwei Briten sowie einen Touristen aus Ungarn. Auch eine ägyptische Reiseführerin war unter den Opfern.


Kunden von Kuoni Hongkong getötet

Der Kommunikationschef von Kuoni Schweiz, Peter Brun, bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass neun Kunden von Kuoni Hongkong beim Absturz ums Leben kamen. Schweizer Kunden seien nicht betroffen. Kuoni Schweiz arbeitet laut Brun nicht mit dem Ballonfahrten-Anbieter zusammen.

Die zwei anderen grossen Schweizer Reiseveranstalter sind vom Unglück ebenfalls nicht tangiert. TUI Suisse arbeite nicht mit dem betroffenen Anbieter zusammen, wie Sprecher Roland Schmid sagte. Die Situation werde aber genau verfolgt. Hotelplan Suisse bietet in Ägypten nach eigenen Angaben keine Ballonfahrten an.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilte mit, die Betreiberfirma habe gegenüber einem EDA-Vertreter in Kairo bestätigt, dass keine Schweizer Staatsangehörige Opfer dieses tragischen Unglücks geworden seien.

Immer wieder Unfälle

Luxor liegt am Nil und ist mit seinen Tempelanlagen aus der Pharaonenzeit eine der Haupttouristenattraktionen in Ägypten. Exkursionen mit dem Heissluftballon sind sehr beliebt - bei Schweizer Touristen allerdings nicht sonderlich, wie Kuoni-Sprecher Brun sagte.

In der Vergangenheit gab es immer wieder schwere Unfälle. So stürzte 2009 ein Ballon ab, 16 Touristen wurden verletzt. Im Februar 2008 stiessen drei Heissluftballons zusammen; sieben Insassen erlitten dabei Verletzungen.