Griechenland

Auslöser war die Erhöhung der maximalen Dauer der Abschiebehaft

Die Zustände im Lager wurden schon oft von NGOs kritisiert

Die Zustände im Lager wurden schon oft von NGOs kritisiert

Die Polizei hat einen Aufstand in einem Abschiebelager für illegale Einwanderer im Norden der griechischen Hauptstadt Athen beendet. Zwei von zehn ausgebrochenen Insassen wurden inzwischen wieder festgenommen.

Die Unruhen waren am Wochenende ausgebrochen. Bewohner der Lagers hatten Steine und andere Gegenstände auf die Beamten geschleudert. Zehn Polizisten wurden verletzt und 41 der Insassen als Anstifter oder Beteiligte verhaftet.

Auslöser des Aufstands sei ein Behördenbeschluss gewesen, die maximale Dauer der Abschiebehaft von 12 auf 18 Monate zu erhöhen, sagten Polizisten der Nachrichtenagentur dpa am Montag. Ausserdem sei wegen Wartungsarbeiten der Strom abgestellt worden, wodurch die Klimaanlagen in den überfüllten Containern ausgefallen seien.

In dem Lager von Amygdaleza, das für 820 Insassen ausgelegt ist, sind nach Polizeiangaben 1620 Menschen untergebracht. Das Lager wurde Ende April 2012 eröffnet. Seitdem wurden die Zustände dort wiederholt von Menschenrechtsorganisationen kritisiert.

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