Weitere Ölpartikel aus dem Leck seien an einem vier Kilometer langen Küstenstreifen in der nordöstlichen Provinz Liaoning entdeckt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

Behörden hielten Katastrophe geheim

Die jüngsten Berichte über die Ausläufer der Ölpest deuteten daraufhin, dass vermutlich eine weitläufige Küstenfläche verseucht werden könnte, sagte die chinesische Greenpeace-Aktivistin Li Yan. Allerdings sei sich die Bevölkerung nicht der Gefahr bewusst.

Durch die Ölpest war im Gelben Meer eine Fläche sechs Mal so gross wie Singapur verseucht worden. Das Unglück wurde von den Behörden mehrere Wochen lang geheim gehalten.

Erst diesen Monat wurde die Bevölkerung informiert. Einem chinesischen Behördenvertreter zufolge tritt aus dem Leck auch weiterhin Öl aus, täglich etwa ein Liter. Die chinesischen Ölfirmen stehen derzeit wegen mehrerer Störfälle in der Kritik.