Russland

Attentäter von Moskau kam laut den Ermittlern aus dem Nordaukasus

Eine Frau zündet am Flughafen Domodedowo eine Kerze an, um der Opfer des Anschlags zu gedenken

Eine Frau zündet am Flughafen Domodedowo eine Kerze an, um der Opfer des Anschlags zu gedenken

Der Anschlag im Moskauer Flughafen Domodedowo geht nach Erkenntnissen der Ermittler auf das Konto eines 20-jährigen Selbstmordattentäters aus dem Nordkaukasus.

Der Mann habe so viele Ausländer wie möglich töten wollen, teilten die Ermittler am Samstag in Moskau mit. Es sei kein Zufall gewesen, dass er sich in der Ankunftshalle für internationale Flüge in die Luft gesprengt habe.

Unter den Todesopfern sind nach Angaben des russischen Katastrophenschutzministeriums mindestens acht Ausländer, unter ihnen auch ein Deutscher. Weitere Details zur Identität des Attentäters wollten die Beamten wegen der noch laufenden Ermittlungen zu Hintermännern und Komplizen zunächst nicht nennen.

Die Ermittler hatten bereits kurze Zeit nach dem Anschlag eine kaukasische Spur vermutet, weil das Anschlagsmuster der "üblichen" Vorgehensweise von Attentätern "aus dem Nordkaukasus" entspreche, hiess es.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion waren in der Region zahlreiche, zuvor unterdrückte ethnische und religiöse Konflikte entbrannt, die bis heute nicht gelöst wurden.

Bei dem Bombenanschlag waren am Montag 35 Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden, darunter auch acht Ausländer, allerdings niemand aus der Schweiz.

Russlands Staatschef Dmitri Medwedew hatte das Flughafenmanagement wegen ungenügender Sicherheitsvorkehrungen scharf kritisiert.

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