Terror in Christchurch

Attentäter Tarrant schickte rechtsextremes Manifest auch an Premierministerin Jacinda Ardern

Premierministerin Jacinda Ardern während einer Stellungnahme im Fernsehen am Abend des Attentats.

Der Attentäter von Christchurch, Brenton Tarrant (28), hat sein rechtsextremes «Manifest» kurz vor den Anschlägen auch an NeuseelandsPremierministerin Jacinda Ardern geschickt.


Die Regierungschefin bestätigte am Sonntag in Wellington, dass eine Mail des Mannes neun Minuten vor Beginn der Angriffe an eine ihrer E-Mail-Adressen gegangen sei.

Darin seien aber keine Tatorte oder ähnliche Hinweise genannt worden, mit denen die Anschläge noch hätten verhindert werden können. Ardern kündigte an, dass die ersten Leichen von insgesamt 50 Todesopfern noch am Sonntag an die Familien übergeben würden, so dass mit den Beerdigungen begonnen werden könne. Bis am Mittwoch sollten dann alle Leichen freigegeben werden.

Inzwischen gibt es eine provisorische Liste mit den Namen der Opfer. Diese waren demnach zwischen drei und 77 Jahre alt. Die Aufstellung, die unter Opferangehörigen kursiert, enthält die Namen von 44 Männern und vier Frauen. Zu zwei der insgesamt 50 Todesopfer enthält sie demnach keine Angaben. Vermutet wird, dass alle Todesopfer Muslime sind und aus Einwandererfamilien stammen.

Die Behörden haben die Liste noch nicht offiziell bestätigt. Premierministerin Jacinda Ardern sagte, es handle sich nicht um eine "formelle" Aufstellung und eine Bestätigung sei erst nach Abschluss der Identifizierung der Todesopfer möglich.

Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass es sich bei dem festgenommenen Mann, einem 28 Jahre alten Australier, um einen Einzeltäter handelt. Ardern widersprach Spekulationen, wonach der Mann möglicherweise nicht in Neuseeland, sondern in seiner Heimat Australien vor Gericht gestellt werden soll. Die Premierministerin sagte: "Er wird sich vor dem neuseeländischen Justizsystem für seinen terroristischen Angriff zu verantworten haben."

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