"Ritter Justiziar Breivik" nennt der Angreifer von Christchurch den norwegischen Rechtsextremisten - ein Begriff, den Breivik selbst geprägt hat. In einem 74-seitigen Manifest, das er vor dem Anschlag von Christchurch bei Twitter veröffentlicht hatte, nennt der Angreifer den Norweger eine "echte Inspiration".

Er habe zwar nur kurz mit Breivik Kontakt gehabt, er habe aber für seine Anschlagspläne "den Segen für meine Mission erhalten, nachdem ich dessen Mitritter kontaktiert" habe.

Belegt ist der angebliche Kontakt zwischen den beiden nicht: Breiviks Anwalt, Oystein Storrvik, sagte der Zeitung "Verdens Gang", er halte dies aufgrund der strengen Kontrollen, denen Breivik im Gefängnis unterliegt, für "unwahrscheinlich".

Tore Björgo, Leiter des Zentrums für Extremismusforschung an der Universität Oslo, sieht als Parallele unter anderem die Vorstellung, dass die europäische Zivilisation durch muslimische Einwanderung bedroht sei, "und dass es deshalb legitim ist, wenn Menschen das mit Gewalt zu verhindern versuchen".

Der Attentäter von Christchurch ist nicht der erste, der sich Breivik zum Vorbild nimmt. Extremismusforscher Björgo verweist auf Nachahmer in Polen, Tschechien, Frankreich und den USA, die mit ihren Anschlagsplanungen unterschiedlich weit vorangekommen seien.