Die Wahlbeteiligung war mit rund 34 Prozent sehr niedrig, wie der Fernsehsender NHK und andere japanische Medien berichteten. Der Urnengang galt als Stimmungstest für die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe und die künftige Atompolitik in Japan. Der bisherige Gouverneur Naoki Inose war im Dezember wegen eines Spendenskandals zurückgetreten.

Abes Regierung ist grundsätzlich für die weitere Nutzung der Atomenergie und den Bau neuer Reaktoren, sieht sich aber mit starken Vorbehalten in der Bevölkerung konfrontiert. Das Atomkraftwerk Fukushima war 2011 von einem Erdbeben und einem Tsunami schwer beschädigt worden, die Umgebung wurde weiträumig radioaktiv verstrahlt.

Insgesamt traten 16 Bewerber zur Wahl des Gouverneurs an, unter ihnen auch der frühere Regierungschef Morihiro Hosokawa. Hosokawa hatte für den Ausstieg aus der Atomenergie geworben.