Das Geldinstitut sei eine Institution, "die das Regime finanziell unterstützt", hiess es. Zuvor hatte die EU bereits Sanktionen gegen 56 Funktionäre und Unterstützer der Herrschaft von Präsident Baschar al-Assad verhängt sowie einen Importstopp für syrisches Öl und andere Zwangsmassnahmen beschlossen.

Ungeachtet dessen ging das Assad-Regime mit unverminderter Härte gegen die Protestbewegung vor. Bei einem Angriff des Militärs in der nordwestlichen Provinz Idlib sollen fünf Zivilisten getötet worden sein. Das berichtete ein Sprecher der Protestbewegung, die seit März für den Sturz des Assad-Regimes kämpft.

Mehrere Soldaten hätten sich in der Kleinstadt Binnisch von der Truppe abgesetzt, nachdem sie aufgefordert worden seien, auf Zivilisten zu schiessen, hiess es. In den Strassen von Binnisch seien Panzer zu sehen und Schüsse zu hören gewesen.

Tote und Festnahmen

In Al-Hara, einer Protesthochburg in der Provinz Deraa, sind nach Angaben der Opposition bei Kämpfen zwischen mutmasslichen Deserteuren und Angehörigen der Regierungstruppen ein Oberstleutnant und acht Soldaten ums Leben gekommen.

25 Zivilisten seien festgenommen worden, teilte die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter mit. Eine Überprüfung dieser Angaben war wegen der Medienblockade seitens der Regierung nicht möglich.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, drei Armeeangehörige seien beerdigt worden. "Bewaffneten Terroristen" hätten sie in den Städten Homs und Latakia getötet.