"Wir werden all jene mit eiserner Faust angreifen, welche die Sicherheit des Landes untergraben", erklärte das syrische Innenministerium.

Nach Angaben des Staatsfernsehens hatte sich am Freitag im Viertel Al-Midan von Damaskus ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und 26 Menschen mit in den Tod gerissen. 63 Personen wurden verletzt.

Der Stadtteil gehört zu den Zentren der Protestbewegung gegen das Regime. Für den syrischen Nationalrat, in dem die wichtigsten Oppositionsgruppen vertreten sind, trägt der Anschlag "eindeutig die Fingerabdrücke des Regimes", wie es in einer Erklärung hiess. Die Staatsführung macht wiederum islamistische Al-Kaida-Terroristen dafür verantwortlich.

Erst vor zwei Wochen hatten Attentäter in Damaskus Bombenanschläge verübt und mehr als 40 Menschen getötet. Dies waren die ersten Anschläge dieser Art seit Beginn der Massenproteste im März gewesen.

Am Samstag organisierte das syrische Regime Trauerfeierlichkeiten für die Opfer des Selbstmordanschlags. Vor der Al-Hassan Moschee im Zentrum der Hauptstadt versammelten sich tausende Menschen mit Fahnen und Bildern von Präsident Assad. Das Staatsfernsehen übertrug die Zeremonie.

Ende der Gewalt nicht absehbar

Am Sonntag kommt die Arabische Liga zu Beratungen zusammen und wertet erstmals die seit zwei Wochen andauernde Beobachtermission aus. Deren Ziel war es, den Rückzug der Armee aus den Protestzentren zu überwachen und mitzuhelfen, das Blutvergiessen zu beenden.

Die derzeit in Syrien tätigen Beobachter dürften nicht "ihre Zeit verschwenden", sagte der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses, Katars Ministerpräsident Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani, angesichts der anhaltenden Gewalt am Samstag gegenüber dem Sender Al-Dschasira.

Inzwischen räumen Vertreter der Organisation ein, dass ein Ende der Gewalt nicht absehbar ist. Der Generalsekretär der Liga, Nabil al-Arabi, hatte ein vorzeitiges Ende der für einen Monat geplanten Mission jüngst aber abgelehnt. Erwogen wird nach Angaben aus Diplomatenkreisen nun, den UNO-Sicherheitsrat um Hilfe zu bitten.