In Frankreich und Tunesien ist es am Freitag zu zwei islamistisch motivierten Terror-Attacken gekommen.

Zwischen Grenoble und Lyon griffen zwei Männer eine Gasfabrik an und enthaupteten dabei laut Medienberichten einen Mann.

In der tunesischen Hafenstadt Sousse wurden bei einem Anschlag auf ein Hotel mindestens 27 Menschen getötet.

«Frankreich bietet sich für solche Anschläge an»

«Erstens bietet sich Frankreich als Ort an für solche Anschläge, zweitens dürfte der Islamische Staat mutmasslich diese Anschläge initiiert haben», sagt Terror-Experte Albert A. Stahel in einer ersten Einschätzung gegenüber Keystone.

Frankreich als Terrorziel begründet er folgendermassen: eine grosse muslimische Bevölkerung, davon viele Arbeitslose und zum Teil radikalisierte Muslime oder solche, die bereits für den IS im Mittleren Osten kämpften.

Er sieht zudem Parallelen zu dem Anschlag auf die Redaktion des Pariser Satire-Magazins «Charlie Hebdo» am 7. Januar 2015.

«Neue Dimension der Gewalt»

Der Akt der Enthauptung beurteilt Stahel lediglich als «neue Dimension der Gewalt» in Europa. Im Mittleren Osten sei dies bereits jetzt «Teil der Kriegsführung».

Eine Enthauptung soll laut Stahel Angst und Schrecken verbreiten und demonstrieren, dass die Kriegsführer vor nichts zurückschreckten. (smo)