Bereits 13,5 Prozent der Menschen haben zu wenig zu essen. Erstmals seit dem Ausbruch der Krise im vergangenen Jahr wurde die Ernährung und die Sterblichkeit in der vom Konflikt betroffenen Region untersucht.

Die Studie zeigt, dass für die Schwächsten der Gesellschaft die Versorgung mit Lebensmitteln extrem kritisch ist. "Man muss jetzt aktiv werden um nicht Kinder sterben zu lassen, die hätten gerettet werden können und um neuen Fällen vorzubeugen", sagte David Gressly, Koordinator der Humanitären Hilfe in Mali nach einem Besuch in Gao.

Im Laufe der nächsten sechs Monate sind 22'730 Kinder von schwerer Mangelernährung bedroht. "Sie brauchen unmittelbare Hilfe", betonte Françoise Ackermans, Mali-Verantwortliche der UNICEF.

Die nötigen Mittel, um den Hunger zu bekämpfen, belaufen sich auf 80 Millionen Dollar. Bis jetzt sei lediglich ein Viertel des Betrages zugesichert worden.