Ibrahim habe die Entscheidung zur Absetzung des Kommandanten nach Streiks und Protesten der Sicherheitskräfte getroffen. Diese hatten kritisiert, dass sie im Einsatz gegen Demonstranten schlecht ausgerüstet seien, berichtete Mena. Ausserdem forderten sie, von politischen Konflikten abgezogen zu werden.

In der Hafenstadt Port Said, die mittlerweile seit Wochen von Protesten und gewalttätigen Zusammenstössen erschüttert wird, zog sich die Polizei unterdessen auf Anordnung des Innenministeriums aus ihrem dortigen Hauptquartier zurück. Die Verantwortung für den Schutz des Gebäudes sei an die Armee übergeben worden, teilte das Ministerium mit.

In der Nacht auf Freitag war bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei in Port Said erneut ein Mensch getötet worden. Im Zusammenhang mit der juristischen Verfolgung der Verantwortlichen für die tödlichen Fussballkrawalle in Port Said im Februar 2012 gibt es seit Wochen Auseinandersetzungen.

Damals waren 74 Menschen ums Leben gekommen. Im Januar waren 21 Todesurteile im Zusammenhang mit den Krawallen gesprochen worden. Am (heutigen) Samstag sollen die Urteile für weitere Angeklagte in dem Prozess fallen.