Bei einem dieser Proteste am Freitag versammelten sich in einem Armenviertel der Hauptstadt Kairo rund 200 Menschen, zogen durch die Strassen und klopften dabei Töpfe und Pfannen aufeinander und bliesen in Trillerpfeifen.

Bevor die Polizei eintraf, zerstreute sich die Menge wieder. Einer der Organisatoren sagte, ähnliche Proteste habe es in mindestens zehn anderen Gouvernements gegeben.

Die Aktivisten erwarten bei der Wahl ähnliche Manipulationen wie bei vergangenen Abstimmungen. Die Regierung dagegen hat erklärt, die Wahlen in der Vergangenheit seien einwandfrei abgelaufen, und hat auch für dieses Mal eine faire Abstimmung zugesichert.

Allerdings wurden bereits vor der Stimmabgabe Wahlkampfveranstaltungen der oppositionellen Muslimbruderschaft von der Polizei und bewaffneten Banden abgebrochen und mehr als 1000 Muslimbrüder festgenommen. Da die Gruppe verboten ist, treten ihre Kandidaten als Unabhängige an.