Ägypten

Ägypten lässt 139 Mursi-Anhänger hinter Ginter verschwinden

Den Führern der Muslimbruderschft droht die Todesstrafe

Den Führern der Muslimbruderschft droht die Todesstrafe

In Ägypten sind am Montag 139 Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zu jeweils zwei Jahren Haft verurteilt worden. Gegen die Urteile sei eine Berufung möglich, hiess es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur MENA.

Die Verurteilten, die sich bislang in Untersuchungshaft befanden, können demnach gegen eine Kautionszahlung von jeweils umgerechnet rund 670 Franken vorläufig auf freien Fuss gesetzt werden.

Der demokratisch gewählte Präsident Mursi war am 3. Juli vom Militär abgesetzt worden. Seine Anhänger veranstalteten eine lange Serie von Protestkundgebungen. Daraus entwickelten sich wiederholt gewalttätige Auseinandersetzungen.

Bei den Auseinandersetzungen nach dem Sturz Mursis wurden mehr als tausend Menschen getötet und mehrere tausend verhaftet. Die Behörden gehen kompromisslos gegen die Muslimbruderschaft vor, der Mursi nahesteht.

Die gesamte Führungsriege der Muslimbruderschaft wurde inzwischen verhaftet. In der vergangenen Woche warf die Regierung der Muslimbruderschaft vor, einen Bombenanschlag mit 15 Toten nördlich von Kairo verübt zu haben.

Die Muslimbruderschaft wurde inzwischen als "Terrororganisation" eingestuft, hunderttausende Anhänger müssen mit Verhaftung rechnen, wenn sie Aufnahmen oder Schriften der Organisation besitzen. Den Führungsmitgliedern droht die Todesstrafe.

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